Die Finanzierung wird als erstes in eine Eigen­finanzierung und eine Fremd­finanzierung unterteilt.

Zur Eigenfinanzierung zählen die Gesamtheit der Eigenmittel, die man auch Eigenkapital nennt.Diese können sowohl durch Geldvermögen oder auch als Sachwerte erbracht werden:

Bankguthaben, Tagesgeld, nicht zuletzt Festgeld

Bausparguthaben

Grundstücke

Eigenleistung (Muskelhypothek)

Falls Eigenleistungen erbracht werden, dürfen diese bei den meisten deutschen Banken die Summe von 25.000 Euro nicht überschreiten. Zu den Fremdmitteln gehört in erster Linie ein Bankdarlehen, dass durch eine Hypothek besichert wird. Die Hypothek ist ein beschränktes, dingliches Recht an einem Grundstück und zählt somit zu den Grundpfandrechten. Die Hypotheken dienen der Absicherung gewährter Darlehen für den Fall, dass Förderungen durch den Kreditnehmer nicht mehr bedient werden können.

Die Hypothek verändert sich durch jede Raten-Zahlung des Schuldners. Wenngleich im Grundbuch der Ursprungsbetrag eingetragen ist, so ist dieser im Unterschied zur Grundschuld, nicht veränderbar. Entscheidend ist die noch offene Restschuld. Die Fremdfinanzierung, ist demnach die Bereitstellung von Fremdmitteln. Sie deckt in der Regel den größten Teil der Darlehenshöhe ab.

Annuitätendarlehen

Beim Kauf oder Bau wird ein großer Wert auf Sicherheit gelegt. Diesem Sachverhalt tragen die so genannten Festzinsdarlehen Rechnung. Die vermutlich bekannteste und zugleich meist angewandte Finanzierungsform ist das Annuitätendarlehen. Annuität steht für eine gleichbleibende regelmäßige Zahlung, die sich aus Zins und Tilgung zusammensetzt. Im Gegensatz zum Verbraucherkredit oder einem Autokredit, wird nicht der ursprünglich vereinbarte Darlehensbetrag verzinst, sondern nur die aktuelle Restschuld.

Niedrige Zinsen verlängern die Laufzeit und erhöhen die Gesamtkosten des Darlehens, wenn nicht gleichzeitig eine höhere Tilgung gewählt wird. Die Kostenersparnis eines günstigen Zinses sollte deshalb von jedem Kreditnehmer in die Tilgung investiert werden. Dieser ursprünglich höhere Tilgungsanteil kann in Hochzinsphasen der rettende Sicherheitspuffer sein, um die neuen Raten weiterhin bezahlen zu können.

Baufinanzierung ohne Eigenkapital

Egal in welcher Form es geht. Ob Hausbau oder Hauskauf, die Baufinanzierung ohne Eigenkapital oder auch Vollfinanzierung genannt, wird in Deutschland immer öfter in Anspruch genommen. Der Vorteil dieser Form einer Baufinanzierung ohne Eigenkapital liegt klar auf der Hand. Der Bauherr oder Erwerber behält seine Liquidität und kann trotz dessen den Traum vom Eigenheim verwirklichen. Bekannt ist die Finanzierung ohne Eigenkapital auch als 100%, 105% oder 110% Finanzierung - abhängig davon, ob nur der Kaufpreis oder auch die Kaufnebenkosten mitfinanziert werden sollen.

Vergleichen lohnt sich auch hier

Ob mit oder ohne Eigenkapital, es sollte stets mit dem spitzen Bleistift gerechnet werden. Das bedeutet unter anderem eine Vergleichsrechnung anzustellen und über alternative Tilgungsmodalitäten oder über Eigenkapital ersetzende Möglichkeiten nachzudenken. Wichtig ist eben das Endergebnis mit dem geringsten Gesamtkosten, dass sich am besten Ihrer Lebenssituation anpasst. Und wenn alles passt, dann können Sie sich den Traum vom Eigenheim auch ohne Eigenkapital leisten.