Wie ist die Monatsrate von einem Ratenkredit zusammengesetzt?

Mit Auszahlung des Retenkredites wird beim Kreditnehmer eine finanzielle Belastung in Form der Monatsrate ausgelöst, der die Rückzahlung vom Ratenkredit beinhaltet. Über die Laufzeit gesehen ändert sie die Monatsrate nicht, jedoch verringert sich der Zinsanteil im Verhältnis zur sinkenden Restschuld. Aus der Laufzeit, der Kreditsumme und einer möglichen Rest­schuld­versicherungergibt sich die monatliche Rate.

Wie wird der Ratenkredit berechnet?

Im Normalfall müssen Sie keinen Ratenkredit selber berechnen. Bei Kreditbeantragung wird Ihnen einen Tilgungsplan gegeben. Darin können Sie dann genau sehen, wie sich die Raten zusammensetzen und wie sich der Zinsanteil gegenüber dem Tilgungsanteil ändert. Diese Kreditform nennt man Annuitätendarlehen und ist die gängigste Form bei Ratenkrediten. Mit Hilfe des Restbetrags wird der Zinsanteil errechnet. Da sich die Restschuld mit der Zeit immer mehr verringert, verringert sich auch der Zinsanteil. Bei gleichbleibender Monatsrate aber fallender Restschuld erhöht sich mit der Zeit einerseits der Tilgungsanteil und anderseits verringert sich dabei der Zinsanteil. Durch einen Kreditrechner kann die jährliche Annuität anhand von verschiedenen, voreingestellten Angaben wie die Anzahl der Raten, die Höhe der Rate und des Zinses und einer abweichenden Abschlussrate ermittelt werden. Mit einer universellen verwendeten Formel wurde hierbei ein Standard für die Berechnung für ein Ratenkredit geschaffen.

Fallen zusätzlich zum Zins noch weitere Kosten an?

Bei einem Ratenkredit muss man den Nominalzins mit einrechnen. Zusätzlich zu diesem Zins kommen abhängig von den verschiedenen Banken und Kreditinstituten auch noch andere Kosten dazu.

Effektivzinsen

Im der Preisangabenverordnung PAngV wird festgehalten, dass im Effektivzins der Nominalzins und alle Kreditnebenkosten beinhaltet werden müssen. Damit ist der Effektivzins wichtig für den Vergleich mit anderen Angeboten und bei der Berechnung der gesamten Kosten für ein Ratenkredit.

Bearbeitungsgebühr

In einem BGH-Urteil vom Mai 2014 wird die Bearbeitungsgebühr für Kredite als unzulässig erklärt. Dabei ist die Argumentation, dass Banken mit den Zinszahlungen für ihre Leistungen ausreichend entlohnt werden der aus­schlag­gebende Punkt. Somit sind weitere Gebühren nicht rechtmäßig.

Restschuldversicherung

Diese Versicherung dient zum Schutz der Banken vor Zahlungsausfällen gegenüber dem Kreditnehmer, die bei Tod, Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit in Kraft tritt. Die entstehenden Kosten für eine Rest­schuld­versicherung müssen im Effektivzins mit einberechnet werden.

Worin unterscheidet sich der Nominalzins vom Effektivzins?

Die anfallenden Kosten für ein Ratenkredit werden in dem Zins dargestellt. Es gibt verschiedene Zinsarten, die bestimmte Kosten abdecken und so den Ratenkredit verteuern. Der Gesetzgeber verpflichtet jedoch alle Kreditinstitute und Banken den Nominal- und Effektivzins in den Angeboten anzuzeigen. Welcher Zins für Sie wichtig ist, erfahren Sie hier:

Nominalzins

Der Nominalzins, der auch Sollzins genannt wird, drückt die Gegenleistung für die Bereitstellung Ihres Ratenkredits aus. Dabei werden keine Nebenkosten einberechnet. Es gibt zwei Unterschiede. Zum einen den festen und zum anderen den variablen Nominalzins. Beim festen Nominalzins ist der Zinssatz über einen vereinbarten Zeitraum gleichbleibend, wobei beim variablen sich der Zinssatz am Kapitalmarkt orientiert.

Effektivzins

Der Effektivzins beinhaltet den Nominalzins und die Kreditnebenkosten, wie zum Beispiel eine Restschuldversicherung.